Rosen: frisch kaufen, lange genießen, richtig verschenken
Ob zum Valentinstag, zum Hochzeitstag oder einfach so: Die Rose ist in Deutschland die Schnittblume, zu der die meisten greifen. Damit der Strauß nicht nach drei Tagen die Köpfe hängen lässt, braucht er ein wenig Aufmerksamkeit. Hier lesen Sie, woran Sie frische Rosen erkennen, wie Sie sie versorgen, welche Farbe zu welchem Anlass passt und wo in Deutschland Rosen eine lange Tradition haben.
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Blumen jetzt bestellenFrische Schnittrosen erkennen
Rosen werden das ganze Jahr verkauft. Der größte Teil der Schnittrosen im deutschen Handel wächst nicht hierzulande, sondern in Gewächshäusern in den Niederlanden und in Höhenlagen Ostafrikas und Südamerikas. Rosen mit Fairtrade-Siegel sind in vielen Supermärkten und Blumenläden erhältlich. Unabhängig von der Herkunft helfen drei einfache Prüfungen:
- Der Drucktest: Drücken Sie die Blüte am Ansatz sanft zwischen Daumen und Zeigefinger. Fühlt sie sich fest an, ist die Rose frisch. Gibt sie weich nach, ist sie schon älter.
- Die Außenblätter: Die äußersten Blütenblätter, im Fachhandel Schutzblätter genannt, dürfen leicht verfärbt oder eingerissen sein. Sie schützen die Blüte auf dem Transport und können vorsichtig abgezupft werden.
- Der Stiel: Er sollte am Schnittende hell und fest sein, nicht braun, schleimig oder ausgefranst.
Rosen in der Vase versorgen
Die meisten Probleme mit Schnittrosen entstehen in den ersten Stunden. So geben Sie Ihrem Strauß den besten Start:
- Spülen Sie die Vase heiß aus. Reste vom letzten Strauß enthalten Bakterien, die die Leitungsbahnen im Stiel verstopfen.
- Füllen Sie handwarmes Wasser ein und lösen Sie das mitgelieferte Frischhaltemittel darin auf.
- Entfernen Sie alle Blätter, die später unter Wasser stünden. Dornen nur dort abnehmen, wo Sie sich stechen würden: Jede Verletzung der Rinde ist eine Eintrittspforte für Keime.
- Schneiden Sie die Stiele mit einem scharfen Messer schräg an und kürzen Sie sie um zwei bis drei Zentimeter. Stellen Sie die Rosen danach sofort ins Wasser.
- Prüfen Sie täglich den Wasserstand. Rosen trinken in den ersten Tagen erstaunlich viel.
- Erneuern Sie das Wasser alle zwei bis drei Tage und schneiden Sie dabei nach.
Ein kühler Platz ohne direkte Sonne verlängert die Freude spürbar. Nachts darf der Strauß gern in einen ungeheizten Flur. Neben der Obstschale ist er dagegen schlecht aufgehoben, denn reifende Äpfel und Bananen geben Ethylen ab, das das Verblühen beschleunigt. Wenn die Köpfe trotzdem abknicken, hilft unser Ratgeber Rosen lassen den Kopf hängen.
Welche Rosen im Strauß landen
Weltweit sind tausende Rosensorten registriert, im Blumenhandel begegnen Ihnen aber vor allem diese Gruppen:
- Edelrosen (Teehybriden): Eine große, spitz zulaufende Blüte auf einem langen, geraden Stiel. Das ist die typische Rose für den klassischen roten Strauß.
- Sprayrosen: Mehrere kleine Blüten an einem verzweigten Stiel. Sie machen Sträuße locker und füllig und sind oft günstiger pro Blüte.
- Garten- und Duftrosen: Dicht gefüllte, schalen- oder rosettenförmige Blüten, die an alte Rosen erinnern und häufig intensiv duften. Sie sind empfindlicher und eher in Floristen-Sträußen und Hochzeitsfloristik zu finden.
- Rosen mit großen Köpfen: Manche Sorten werden mit besonders großen Blüten und sehr langen Stielen angeboten, etwa für Jubiläen oder Heiratsanträge.
Welche Rose zu welchem Anlass?
| Anlass | Typische Wahl |
|---|---|
| Valentinstag, Antrag | rote Edelrosen |
| Muttertag, Dankeschön | rosa oder pfirsichfarbene Rosen |
| Hochzeit | weiße oder cremefarbene Rosen |
| Freundschaft, Geburtstag | gelbe oder orange Rosen |
| Trauer | weiße oder dunkelrote Rosen |
Rosen verschenken: Farben und Gepflogenheiten
Rot steht für Liebe, das versteht in Deutschland jeder. Deshalb wird eine rote Rose unter Kollegen oder Bekannten leicht missverstanden. Rosa und Pfirsich drücken Zuneigung und Dank aus, ohne romantisch zu wirken, und sind beliebt zum Muttertag. Gelb galt in der alten Blumensprache teils als Zeichen von Eifersucht; heute verbinden die meisten damit Freundschaft und gute Laune. Weiße Rosen passen zu einer Hochzeit ebenso wie zu einem Abschied.
Eine ältere Faustregel besagt, dass ein Strauß eine ungerade Zahl von Blumen haben sollte. Viele halten sich bei kleinen Sträußen bis heute daran, bei großen Sträußen achtet kaum jemand mehr darauf. Für den Liebesgruß zählt ohnehin mehr die Geste: Eine einzelne, gut gewählte rote Rose kann mehr sagen als zwei Dutzend. Weitere Bedeutungen erklärt unser Ratgeber zur Blumensprache.
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Auch wenn die meisten Schnittrosen importiert werden, hat Deutschland eine lange Rosentradition, die einen Ausflug lohnt:
- Europa-Rosarium Sangerhausen: Das 1903 eröffnete Rosarium in Sachsen-Anhalt beherbergt mit mehr als 8.000 Arten und Sorten die größte Rosensammlung der Welt. Seit 2009 ist es als erste Genbank für Zierpflanzen in Deutschland anerkannt.
- Rosendorf Steinfurth: Im heutigen Ortsteil von Bad Nauheim in der Wetterau begann Heinrich Schultheis 1868 mit dem gewerblichen Rosenanbau. Bis heute prägen Rosenbetriebe das Dorf, es gibt ein Rosenmuseum, und in geraden Jahren findet im Juli das Rosenfest statt.
- ADR-Rosen: Das Prädikat der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung erhalten nur Sorten, die sich an mehreren Prüfstandorten in Deutschland drei Jahre lang ohne Pflanzenschutzmittel bewährt haben. Wer eine robuste Gartenrose sucht, achtet beim Kauf auf das ADR-Zeichen am Etikett.
Rosen im eigenen Garten
Wurzelnackte Rosen werden am besten im Herbst gepflanzt, wenn der Boden noch warm ist, oder im zeitigen Frühjahr. Wässern Sie die Wurzeln vorher einige Stunden und setzen Sie die Pflanze so tief, dass die Veredelungsstelle, die verdickte Stelle zwischen Wurzel und Trieben, etwa fünf Zentimeter unter der Erde liegt. So ist sie im Winter vor Frost geschützt.
Für den Frühjahrsschnitt gibt es eine alte Gärtnerregel: Wenn die Forsythien blühen, ist die Rosenschere dran. Dann sind die stärksten Fröste meist vorbei. Öfterblühende Beet- und Edelrosen vertragen einen kräftigen Rückschnitt. Einmalblühende Rosen schneiden Sie dagegen erst nach der Blüte im Sommer, weil sie an den Trieben des Vorjahres blühen. Gießen Sie Rosen lieber selten und durchdringend an der Wurzel als täglich ein wenig über die Blätter; nasses Laub begünstigt Sternrußtau und Mehltau.
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