Von der Wildtulpe zur Gartenblume
Die Gattung Tulipa umfasst rund 150 Wildarten, die von Nordafrika über Südeuropa bis nach Zentralasien wachsen. Der Name geht über das Türkische auf ein persisches Wort zurück, das mit dem Turban zusammenhängt. Im 17. Jahrhundert wurden Tulpenzwiebeln in den Niederlanden zum Spekulationsobjekt, bis die Preise 1637 zusammenbrachen.
Bis in die Gegenwart stammen die meisten Zwiebeln aus den Niederlanden.
Je nach Sorte werden Tulpen zwischen 10 und 70 Zentimeter hoch. Ihre Blütezeit reicht von April bis Mai, wobei frühe Sorten schon im April öffnen und Darwin-Hybriden bis Mitte Mai blühen. Eine einzige „klassische“ Farbe gibt es nicht: Das Spektrum reicht von Weiß und Gelb über Rosa und Rot bis zu fast schwarzem Violett.
Sortengruppen im Überblick
Die Züchter ordnen Tulpen nach Blütenform und Blütezeit in Gruppen ein, zum Beispiel:
- einfache frühe und einfache späte Tulpen mit schlichter Schalenform,
- Darwin-Hybriden mit großen, eiförmigen Blüten auf kräftigen Stielen,
- Lilienblütige Tulpen mit spitzen, nach außen gebogenen Blütenblättern,
- gefüllte späte Tulpen, die an Pfingstrosen erinnern,
- Papageientulpen mit gefransten, gewellten Rändern.
So halten Schnitttulpen länger
Tulpen wachsen nach dem Schnitt noch einige Zentimeter weiter und neigen sich dem Licht zu. Eine hohe Vase stützt die Stiele. Schneiden Sie die Stiele schräg an, entfernen Sie Blätter unter der Wasserlinie und geben Sie kaltes Wasser nach. Stellen Sie die Tulpen kühl und nicht in die pralle Sonne. Frisch geschnittene Narzissen gehören nicht in dieselbe Vase, denn ihr Pflanzensaft verstopft die Tulpenstiele.
So halten die Blüten etwa fünf bis zehn Tage.
Giftigkeit
Tulpen enthalten in Zwiebeln und Trieben Tulipalin. Für Hunde, Katzen und Pferde gelten sie laut ASPCA als giftig, am stärksten ist die Zwiebel. Lagern Sie Zwiebeln außer Reichweite von Haustieren und fragen Sie bei Beschwerden die Tierarztpraxis. Bei Kindern wenden Sie sich an das regionale Giftinformationszentrum oder den Notruf 112.