In der Natur eher die Ausnahme
Die wilde Gerbera jamesonii blüht in ihrer südafrikanischen Heimat meist orangerot, und ihre Körbchen messen nur vier bis fünf Zentimeter. Weiß, Gelb und Rosa tauchen dort nur selten auf. Die weißen Gerbera im Handel sind also Ergebnis gezielter Züchtung, und sie lassen sich im Gewächshaus das ganze Jahr über ziehen.
Schauen Sie vor dem Kauf auf die Blütenmitte. Ein grünes oder helles Zentrum lässt die weiße Blüte weich und fast cremig erscheinen. Eine dunkle, beinahe schwarze Mitte sorgt dagegen für einen grafischen Kontrast.
Wann Weiß passt
Weiß gilt traditionell als Farbe der Reinheit und Ruhe. Deshalb findet man weiße Gerbera in Brautsträußen ebenso wie in der Trauerfloristik. Wegen ihrer offenen, freundlichen Form passen sie aber genauso zu Erstkommunion oder Konfirmation, zum Einzug in eine neue Wohnung oder als kleines Dankeschön an die Nachbarn.
Auf einem Frühlingstisch wirken wenige Stiele in schlichten Glasflaschen frisch und unaufgeregt.
Kombinieren leicht gemacht
Weiß lässt anderen Farben den Vortritt und beansprucht nicht alle Aufmerksamkeit für sich.
- Grün in Grün: mit Eukalyptus, Farnwedeln oder grünen Chrysanthemen.
- Sommerlich: mit Kornblumen oder anderen blauen Blüten.
- Sonnig: weiße Stiele zwischen gelben und orangefarbenen Gerbera.
- Ganz in Weiß: ein reiner Gerbera-Strauß wirkt modern und leicht.
Pflege und Haustiere
Auch bei weißen Gerbera droht ein Knick im Stiel. Wageninger Forscher führen ihn auf Wasserverlust knapp unter dem Blütenkopf zurück, deshalb gehört die Vase an einen kühlen Platz ohne direkte Sonne. Beginnen Sie stets mit einer ausgespülten Vase und frischem Wasser. Wer Hund oder Katze hat, kann bedenkenlos zugreifen, denn die ASPCA bewertet die Pflanze als ungiftig.