Stauden, Sträucher und Itoh-Hybriden
Den Namen verdankt die Pfingstrose ihrer Blütezeit: Sie öffnet ihre Blüten im Mai und Juni, also meist rund um Pfingsten. Die Gattung Paeonia umfasst Arten aus den gemäßigten und subtropischen Zonen Eurasiens, dazu zwei Arten an der Westküste Nordamerikas. Nach der Wuchsform unterscheidet man drei Gruppen:
- Stauden-Pfingstrosen ziehen im Herbst oberirdisch ein und treiben im Frühjahr neu aus. Zu ihnen zählt die Bauern-Pfingstrose, die auch Echte oder Gemeine Pfingstrose genannt wird.
- Strauch-Pfingstrosen verholzen und werden bis etwa zweieinhalb Meter hoch.
- Itoh-Hybriden sind Kreuzungen aus beiden. Sie entstanden erst nach 1945 und verbinden die Blüte der Strauchform mit dem Wuchs einer Staude.
Die Farbskala reicht von Weiß über Rosa und Rot bis Purpur und Gelb. Eine blaue Pfingstrose gibt es nicht.
Pflanzen im Garten
Als beste Pflanzzeit gilt der Herbst. Wählen Sie einen sonnigen Platz mit nährstoffreichem, durchlässigem Boden. Die Augen am Wurzelstock dürfen nur wenige Zentimeter mit Erde bedeckt sein; zu tief gesetzte Pfingstrosen blühen oft jahrelang nicht. Eine einmal eingewachsene Staude bleibt über Jahrzehnte am selben Ort und mag keine Umpflanzung.
Als Schnittblume
Wer Pfingstrosen für die Vase kauft, sollte auf Knospen achten, die sich weich anfühlen und schon Farbe zeigen. Frisch angeschnitten und in sauberem Wasser öffnen sie sich innerhalb weniger Tage. Ameisen auf den Knospen sind harmlos, sie naschen nur am zuckrigen Saft.
Vorsicht mit Tieren
Nach Angaben der ASPCA ist die Pfingstrose für Hunde, Katzen und Pferde giftig; der Inhaltsstoff Paeonol kann Erbrechen, Durchfall und Mattigkeit auslösen. Stellen Sie die Vase deshalb hoch und fegen Sie abgefallene Blütenblätter zusammen. Bei Beschwerden hilft die Tierarztpraxis weiter.