Ein Name, mehrere Gattungen
Was im Garten und im Strauß Aster heißt, gehört botanisch nicht mehr zu einer einzigen Gattung. Nach einer Neuordnung blieben in der Gattung Aster nur die eurasischen Arten, etwa die Bergaster (Aster amellus). Die nordamerikanischen Herbstastern wanderten zu Symphyotrichum. Die Strandaster, die im Spätsommer lila an den Salzwiesen von Nord- und Ostsee blüht, heißt nun Tripolium pannonicum.
Die einjährige Sommeraster (Callistephus chinensis) stammt aus China und Korea und bildet seit Langem eine eigene Gattung.
Herbstastern aus Amerika
Die Glattblattaster (Symphyotrichum novi-belgii) wird 60 bis 120 Zentimeter hoch und blüht von August bis Oktober meist blauviolett. Im Englischen heißt sie Michaelmas daisy, weil sie rund um den Michaelistag am 29. September in Blüte steht. Es gibt weit über tausend benannte Sorten. Die Raublattaster (Symphyotrichum novae-angliae) wird höher und blüht oft bis in den November.
Gesunde Pflanzen
- Ein sonniger, offener Platz beugt Mehltau vor, denn in Schatten oder dichtem Stand bleiben die Blätter länger feucht.
- Raublattastern mögen frischen, nährstoffreichen, nicht sauren Boden.
- Alte Horste verdichten sich nach einigen Jahren. Im Frühjahr teilen und die jungen Randstücke neu pflanzen.
- Verwelkte Stängel im späten Herbst abschneiden oder bis zum Frühjahr als Winterquartier für Insekten stehen lassen.
Asternstrauß und Haustiere
Für Sträuße werden vor allem kleinblütige Herbstastern wie 'Monte Cassino' und die Sommeraster angebaut. Beide halten etwa eine Woche, wenn die Blätter unter der Wasserlinie entfernt werden. Die ASPCA nennt die Sommeraster ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde. Das gilt nur für Callistephus und ist keine Garantie für die übrigen Astern.
Wer eine Katze hat, die an Blumen knabbert, stellt den Strauß außer Reichweite.