Was eine echte Lilie ist
Die Gattung Lilium umfasst rund 120 Arten, die vor allem auf der Nordhalbkugel wild wachsen. Jede Pflanze entsteht aus einer Schuppenzwiebel, die Blüte hat sechs Blütenblätter und sechs lange Staubblätter. Taglilie, Friedenslilie und Calla tragen das Wort Lilie im Namen oder sehen ähnlich aus, sind aber keine echten Lilien.
Gruppen und Duft
Gärtner unterscheiden vor allem drei Gruppen:
- Asiatische Hybriden blühen früh, sind meist duftlos und gibt es in vielen Farben.
- Orientalische Hybriden tragen große, stark duftende Blüten und kommen im Hochsommer.
- Trompetenlilien duften besonders in den Abendstunden.
Pflege im Beet, im Kübel und in der Vase
Im Garten setzt man die Zwiebeln im Herbst oder zeitigen Frühjahr etwa dreimal so tief, wie sie hoch sind, an einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Staunässe lässt sie faulen. Kompakte Sorten gedeihen auch als Topfpflanze auf dem Balkon, brauchen dann aber ein tiefes Gefäß mit Abzugsloch und im Winter Schutz vor Dauerfrost und Nässe.
Eine Lilie in der Vase hält bei guter Pflege etwa zehn bis vierzehn Tage, weil sich die Knospen nacheinander öffnen. Schneiden Sie die Stiele schräg an, entfernen Sie Blätter unter der Wasserlinie und zupfen Sie die orangefarbenen Staubbeutel ab. Der Pollen hinterlässt hartnäckige Flecken; nehmen Sie ihn lieber mit Klebeband auf, statt zu reiben.
Ein häufiger Gast im Garten ist das Lilienhähnchen, ein rot glänzender Käfer von sechs bis acht Millimetern. Käfer und Larven fressen die Blätter kahl, weshalb sich Absammeln lohnt.
Katzen und Lilien
Nach Angaben der US-Arzneimittelbehörde FDA können echte Lilien und Taglilien bei Katzen akutes Nierenversagen auslösen. Gefährlich sind alle Pflanzenteile, auch Pollen und Vasenwasser. Wer eine Katze im Haushalt hat, verzichtet besser auf Lilien und ruft bei Verdacht sofort die Tierarztpraxis an.