Woher kommt das rosa Veilchen?
Das große Veilchen in Töpfen und Beeten ist das Gartenstiefmütterchen, Viola × wittrockiana. Es ist eine Kreuzung mehrerer Arten, vor allem des Wilden Stiefmütterchens, das in Europa und Westasien wild vorkommt. Durch Züchtung gibt es inzwischen fast alle Farben, von Gelb und Orange über Weiß und Violett bis fast Schwarz.
Eine Blüte misst etwa fünf bis acht Zentimeter.
Reines Rosa ist seltener als Violett oder Gelb, doch es gibt Serien in verschiedenen Rosa- und Rosétönen. Oft trägt die Blüte einen dunklen Fleck in der Mitte und sieht aus wie ein kleines Gesicht. Wer einfarbig rosa ohne Fleck möchte, liest die Sortenbeschreibung genau.
Was bedeutet das Stiefmütterchen?
Das englische pansy kommt vom französischen pensée, Gedanke. Deshalb verbindet man die Blume traditionell mit dem Gedanken an einen Menschen. In der Freidenkerbewegung gilt sie als Symbol des freien Denkens, und bei Shakespeare spielt sie im Hamlet und im Sommernachtstraum eine Rolle. Ein rosa Veilchen im kleinen Topf ist damit ein freundlicher Gruß an eine Freundin oder Großmutter, auch zum Muttertag am zweiten Sonntag im Mai.
So blüht es lange
- Eigentlich ist es mehrjährig, wird aber zwei- oder einjährig gezogen, weil es mit der Zeit lang und struppig wird.
- Es liebt kühles Wetter. Hitze bremst die Blüte, im Hochsommer macht es oft Pause.
- Draußen pflanzen, in Topf, Kasten oder Beet. Zimmerpflanze ist es nicht.
- Erde feucht halten, den Topf aber nicht im Wasser stehen lassen.
- Verwelktes entfernen, damit die Pflanze Kraft in neue Knospen steckt.
Im Topf und mit Tieren
Rosa Stiefmütterchen sehen schön aus neben weißen und lila Veilchen, Traubenhyazinthen und Pflanzen mit silbergrauem Laub. Im Herbsttopf lassen sie sich mit Erika kombinieren. Die ASPCA beurteilt Stiefmütterchen für Tiere als ungiftig, sie sind also eine sichere Wahl für den Balkon, auf dem Haustiere unterwegs sind.