Woher das Rosa kommt
Der wilde Flieder blüht meist violett. Rosa Flieder sind gezüchtete Sorten, bei denen sich die Blütenfarbe von Violett in Richtung Rosa verschoben hat. Die Töne reichen von zartem Malvenfarben bis zu warmem Altrosa, und oft schimmert noch etwas Lila durch, besonders in den Knospen.
Ein bekanntes Beispiel ist 'Belle de Nancy' mit süß duftenden, malvenrosa Blüten und herzförmigen Blättern. Sie blüht im Mai und im Frühsommer, wird zweieinhalb bis vier Meter hoch und gedeiht laut der Royal Horticultural Society besonders gut auf kalkreichem Boden. Ihre Winterhärte ist gut, ein deutscher Winter ist für sie kein Problem.
Die Spätfröste der Eisheiligen können aber einzelne Blütenstände schädigen.
Platz und Boden
Ein rosa Flieder blüht am reichsten in voller Sonne. Der Boden muss Wasser ableiten und darf gern neutral bis kalkhaltig sein. Saurer, staunasser Boden ist ein schlechter Start. Haben Sie sauren Sandboden, lohnt es sich, die Pflanzstelle vorher zu verbessern. Wählen Sie einen Platz, an dem Sie vom Haus oder von der Terrasse aus den Duft wahrnehmen.
Ausläufer und Schnitt
- Große Flieder bilden Wurzelausläufer, also senkrechte Triebe, die aus den Wurzeln kommen. Ist der Strauch veredelt, entfernen Sie sie, denn sie tragen nicht die rosa Sortenfarbe.
- Schneiden Sie Verblühtes und Formschnitt direkt nach der Blüte.
- Ein sehr alter Strauch lässt sich über zwei bis drei Jahre schrittweise verjüngen.
Als Geschenk und im Haus
Ein Bund rosa Fliederzweige passt zum Muttertag, wenn der Flieder in der Region schon blüht. Er ist ein Frühlingsgruß, der aber nur wenige Tage hält. Für Katzen und Hunde ist er nach der Liste der ASPCA unbedenklich.