Sternblüten auf einem Stiel
Hauswurz blüht in rötlichen, gelblichen und besonders rosa Tönen, weißliche Blüten sind selten. Die Blüten sind sternförmig und haben mehr als sechs Blütenblätter. Sie sitzen gesammelt auf einem kräftigen Stiel, der aus der Rosettenmitte wächst. Die Spinnweb-Hauswurz blüht im Juli rosa auf kurzen Stielen über den behaarten Rosetten, die Dach-Hauswurz hat rötliche bis purpurrosa Blüten.
Bei den meisten fällt die Blüte in den Juli und August.
Blüte als Abschied
Eine Rosette wächst mehrere Jahre, bevor sie blüht. Wenn sich der Blütenstiel streckt, setzt die Rosette alle Kraft dafür ein und stirbt nach der Blüte ab. Das ist natürlich und kein Zeichen von Pflegefehlern. Rund um die Rosette sind inzwischen Kindel gewachsen, die das Polster am Leben halten.
Das tun Sie nach der Blüte:
- Schneiden Sie den verwelkten Blütenstiel ab.
- Ziehen Sie die trockene Rosette vorsichtig heraus.
- Lassen Sie die jungen Rosetten die Lücke füllen oder drücken Sie ein Kindel an anderer Stelle in die Erde.
Ein Polster mit Rosetten unterschiedlichen Alters blüht jedes Jahr an wenigen Stellen, sodass nie auf einmal ein großes Loch entsteht.
Rosa über bunten Rosetten
Rosa Blüten stehen schön über grauweißen Spinnweb-Rosetten und purpurroten Sorten. In einer flachen Schale oder zwischen Steinen entsteht eine kleine Sammlung, die das ganze Jahr hübsch ist, auch ohne Blüten. Mit voller Sonne und gut durchlässigem Boden blühen die Pflanzen am besten.
Ein altes Hausmittel
Hauswurz wurde in der Volksheilkunde verwendet, unter anderem mit dem Saft bei Verbrennungen. Bekannt ist, dass große Mengen Erbrechen auslösen können; der Saft ist also nichts zum Experimentieren und nichts für Haustiere zum Knabbern.