Delfine und Sporne
Der Rittersporn (Delphinium) gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Die Gattung umfasst rund 300 ein- und mehrjährige Arten. Der Name leitet sich vom altgriechischen delphínion für Delfin ab: Der Arzt Dioskurides schrieb, die Blüten ähnelten Delfinen. Was wie Blütenblätter aussieht, sind fünf gefärbte Kelchblätter.
Das oberste bildet den hohlen Sporn, dem die Pflanze ihren deutschen Namen verdankt. Im Inneren sitzen vier kleine, unscheinbare echte Blütenblätter.
In Deutschland wächst Delphinium nicht wild. Verwandt ist der Acker-Rittersporn (Consolida regalis), ein einjähriges Ackerwildkraut, das durch moderne Landwirtschaft selten geworden ist.
Von Frankreich bis Neuseeland
Die hohen Gartenrittersporne gehen vor allem auf Delphinium elatum zurück. Der Franzose Victor Lemoine leistete viel Vorarbeit, in den USA entstanden die Pacific-Hybriden mit 1,2 bis 1,8 Metern Höhe, aus Neuseeland kommen die Millennium-Rittersporne, die wärmeres Klima besser verkraften. Blau ist die Farbe, für die Rittersporn bekannt ist, doch Gartenformen gibt es auch in Weiß, Rosa, Lila und Lavendel.
Pflege der hohen Kerzen
- In voller Sonne an einem geschützten Platz in tiefem, nährstoffreichem, durchlässigem Boden pflanzen.
- Rechtzeitig aufbinden, sonst knicken die schweren Blütenstände bei Wind und Regen.
- Nach der Blüte zurückschneiden, dann folgt im Spätsommer oft eine kleinere Nachblüte.
- Nicht zu eng pflanzen, damit die Blätter schnell abtrocknen und Mehltau schlechtere Karten hat.
- Im Frühjahr auf Schnecken an den frischen Trieben achten.
Giftig für Mensch und Tier
Alle Pflanzenteile enthalten diterpenoide Alkaloide, darunter Methyllycaconitin. Laut ASPCA ist Rittersporn giftig für Hunde, Katzen und Pferde und kann Lähmungen von Nerven und Muskeln, Speicheln, Koliken, Muskelzittern, Steifheit und Schwäche auslösen. Beim Schneiden Handschuhe tragen. Hat ein Kind von der Pflanze gegessen, rufen Sie sofort ein Giftinformationszentrum an, zum Beispiel den Giftnotruf Berlin unter 030 19240, bei Atemnot oder Bewusstlosigkeit den Notruf 112.
Bei Tieren gehört der Gang zur Tierarztpraxis dazu.