Eine Pflanze vom Bachufer
Zantedeschia aethiopica wächst wild in Südafrika, Lesotho und Eswatini, an feuchten Stellen entlang von Wasserläufen. Der Artname aethiopica führt in die Irre, denn die Pflanze stammt nicht aus Äthiopien. Auf Englisch heißt sie calla lily oder arum lily, doch sie ist keine Lilie: Die Calla gehört zu den Aronstabgewächsen (Araceae).
Es ist eine mehrjährige Staude, die 60 bis 100 Zentimeter hoch wird und große Horste pfeilförmiger Blätter von bis zu 45 Zentimetern Länge bildet. Was die meisten für die Blüte halten, ist ein weißes Hochblatt von bis zu 25 Zentimetern. Es umhüllt einen gelben Kolben, an dem die eigentlichen kleinen Blüten sitzen und der einen schwachen, süßlichen Duft verströmt.
Calla im Kübel und im Garten
Den deutschen Winter übersteht die Calla im Boden nicht. Ziehen Sie sie daher im Kübel, der im Sommer draußen steht und im Herbst frostfrei hereinkommt.
- Halten Sie die Erde in der Wachstumszeit gleichmäßig feucht; in der Natur steht die Pflanze zeitweise in flachem Wasser.
- Geben Sie ihr einen hellen Platz. Im Sommer darf der Kübel auch am Gartenteich stehen.
- Lassen Sie die Pflanze nach der Blüte mit weniger Wasser ruhen.
- Die Sorte 'Crowborough' verträgt Kälte besser als die Art und eignet sich für kühlere Lagen.
In Vase und Strauß
Als Schnittblume wirkt die weiße Calla durch Schlichtheit: ein Stiel in hoher Vase oder ein strenges Bund. Traditionell verbindet man sie mit Hochzeiten ebenso wie mit Trauerfeiern.
Giftig für Katze, Hund und Kind
Die Calla enthält Calciumoxalat. Nach der ASPCA ist sie für Hunde und Katzen giftig und führt zu starkem Brennen in Mund, Zunge und Lippen, Speicheln, Erbrechen und Schluckbeschwerden. Beim Menschen verursacht die rohe Pflanze Brennen und Schwellungen an Lippen, Zunge und Rachen. Hat ein Kind von der Pflanze gegessen, rufen Sie das regionale Giftinformationszentrum an, in Berlin etwa den Giftnotruf unter 030 19240, bei starken Beschwerden den Notruf 112.
Bei einem Tier hilft der Tierarzt.