Reinweiß bis Cremeweiß
Weiße Pfingstrosen sind selten ganz rein weiß. Viele Sorten tragen einen cremigen Schimmer oder einen Hauch Gelb im Herzen. Zu den alten Gartensorten zählen die gefüllte 'Duchesse de Nemours' aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und 'Festiva Maxima', deren weiße Blüten einzelne karminrote Tupfer im Inneren zeigen.
Beide gehören zur Gruppe der Stauden-Pfingstrosen.
Wer weiße Pfingstrosen im Garten haben möchte, findet sie auch unter den Strauch-Pfingstrosen und den Itoh-Hybriden. Die Blüte dauert allerdings nur wenige Tage, bei Regen noch kürzer. Planen Sie deshalb mehrere Sorten mit unterschiedlichen Blühzeiten ein, dann zieht sich die weiße Pracht von Mai bis in den Juni hinein.
Im Vergleich zu Rosa und Rot wirken weiße Blüten im Halbschatten am deutlichsten, weil sie das Licht zurückwerfen.
Weiß in der Floristik
Weiße Pfingstrosen verbindet man traditionell mit Reinheit und einem neuen Anfang. Deshalb greifen Brautpaare im Frühsommer gern zu weißen Pfingstrosen, und auch zu Erstkommunion oder Konfirmation passen sie. Wer einen Brautstrauß plant, sollte bedenken, dass die Blüten Zeit brauchen, um sich voll zu entfalten.
Die Knospen zu früh zu schneiden bringt nichts, denn feste, grüne Köpfe bleiben oft geschlossen.
Empfindliche Blütenblätter
Weiße Sorten zeigen Regenschäden besonders deutlich. Nasse Blütenblätter bekommen bräunliche Flecken, schwere gefüllte Köpfe neigen sich zu Boden. Im Beet hilft ein Platz unter einem Dachüberstand oder ein dezenter Ring als Stütze. In der Vase halten sich die Blumen am längsten an einem kühlen Platz fern von Heizung und Obstschale.
Vorsicht im Haushalt
Pfingstrosen sind für Hunde, Katzen und Pferde laut ASPCA giftig, und das gilt für Weiß ebenso wie für jede andere Farbe. Fallen Blütenblätter auf den Boden, sollten Sie sie rasch aufkehren. Kinder sollten nichts von der Pflanze in den Mund nehmen; im Zweifel gibt die regionale Giftinformationszentrale Auskunft.