Weiß von Anfang an
Die wilde Duftwicke aus Sizilien blüht violett, aber eine weiße Form wurde früh kultiviert. Als die Züchtung Fahrt aufnahm, gab es nur eine Handvoll Farbformen, und Weiß war eine davon. Eine weiße Duftwicke ist also kein moderner Einfall, sondern eine Farbe, die seit den ersten Gärten dabei ist.
Weiß spielte auch in der Geschichte der Genetik eine Rolle. Der britische Genetiker Reginald Punnett untersuchte an Duftwicken, wie zwei Erbanlagen zusammen eine Farbe ergeben. Zwei rein weiße Linien brachten bei der Kreuzung gefärbte Blüten hervor, weil jede Elternpflanze ein fehlendes Teil beisteuerte.
Weiße Sorten mit Auszeichnung
Die Royal Horticultural Society hat diese weißen Sorten mit dem Award of Garden Merit ausgezeichnet:
- 'Dorothy Eckford', eine alte Sorte von etwa 1,9 Metern mit mittlerem Duft.
- 'White Supreme', bis etwa 2,3 Meter und stark duftend.
- 'Aphrodite', etwas niedriger mit rund 1,5 Metern, ebenfalls stark duftend.
- 'Bramdean', etwa 1,8 Meter und kräftiger Duft.
- 'Cathy', rund 2 Meter, mittlerer Duft.
Steht der Duft für Sie an erster Stelle, wählen Sie eine Sorte, für die ein starker Duft angegeben ist.
Ein heller Sommerstrauß
Weiße Duftwicken passen zu Gräsern, Schleierkraut und zarten Rosen. In der Vase halten sie drei bis fünf Tage. Pflücken Sie regelmäßig, dann wachsen neue Stiele nach. Eine Hochzeit oder Erstkommunion im Juni ist ein schöner Anlass, doch die Blüte hängt vom Wetter ab.
Giftig sind Samen und Hülsen
Die Hülsen ähneln Erbsen, sind aber nicht essbar. Die Samen enthalten eine Substanz, die die Kollagenbildung hemmt. Samen und Hülsen gehören deshalb nicht in Reichweite von Kindern, Hunden oder Katzen.