Namen und Kennzeichen
Die Wiesen-Margerite heißt botanisch Leucanthemum vulgare, im Englischen oxeye daisy. Früher wurde sie zu den Chrysanthemen gerechnet. Der Blütenkorb ist 2 bis 7,5 Zentimeter breit, mit weißen Zungenblüten um eine gelbe Mitte aus Röhrenblüten. Die Pflanze ist mehrjährig und wird meist 20 bis 80 Zentimeter hoch.
Die Grundblätter sind gestielt und gezähnt. In Gärten pflanzt man oft verwandte Arten und Hybriden, etwa die Garten-Margerite (Leucanthemum × superbum) mit deutlich größeren Blüten.
Wann blüht die Wiesen-Margerite?
Die Hauptblüte liegt im Mai bis September, in Deutschland ist sie vor allem im Frühsommer zu sehen. Sie ist in Mitteleuropa weit verbreitet und wächst auf Wiesen, an Wegrändern, auf Brachen und Böschungen. Sie liebt sonnige bis halbschattige, nährstoffarme Plätze mit frischem bis halbtrockenem Boden.
Im Garten verlängern Sie die Blüte, indem Sie Verblühtes abschneiden.
Ausbreitung
Eine einzelne Pflanze kann bis zu 26.000 Samen bilden und breitet sich zusätzlich über kriechende Wurzelstöcke aus. Kühe lassen sie stehen, was ihr auf Weiden hilft. In mehr als vierzig Ländern, etwa in Australien, gilt sie deshalb als invasiv, während sie bei uns heimisch ist. Wer sie im Garten möchte, sät sie an einem sonnigen, mageren Platz aus, denn in nährstoffreichem Boden wird sie von anderen Pflanzen verdrängt.
Die ungeöffneten Knospen lassen sich übrigens einlegen und wie Kapern verwenden.
Wie giftig ist die Margerite?
Die Auskunft ist nicht ganz einheitlich. Die deutschsprachige Wikipedia beschreibt die Wiesen-Margerite für Menschen als ungiftig, nennt aber mögliche allergische Reaktionen der Haut. Der Eintrag der ASPCA zu daisy umfasst Chrysanthemen-Arten, zu denen die Pflanze früher gezählt wurde, und führt sie als giftig für Hunde und Katzen.
Sesquiterpenlactone und Pyrethrine können Erbrechen, Durchfall, Speicheln, Koordinationsstörungen und Hautreizungen auslösen. Stellen Sie einen Strauß daher dorthin, wo Ihr Tier nicht herankommt.