Warum es keine knallrote Iris gibt
Schwertlilien blühen in Violett, Blau, Gelb, Rosa, Orange und Weiß, ein reines Rot fehlt. Die Erklärung liegt in den Farbstoffen: Die Anthocyane der Iris sind auf Delphinidin aufgebaut, das klare Rot anderer Pflanzen beruht dagegen auf Pelargonidin. Was als rote Iris verkauft wird, ist deshalb meist weinrot, rotbraun oder rostfarben.
Begegnet Ihnen eine leuchtend rote Schnittiris, ist sie sehr wahrscheinlich gefärbt.
Die Kupfer-Schwertlilie kommt dem Rot am nächsten
Die nordamerikanische Iris fulva, englisch Copper Iris, blüht in Tönen von Kupferrot über Ziegelrot bis zu Rostrot und tiefem Rot. Sie wächst im Süden und in der Mitte der USA in Sümpfen, an Ufern und in nassen Gräben, gern in flachem Wasser. Sie gehört zu den Louisiana-Iris, einer Gruppe für feuchte Standorte.
Die Art gilt als frosthart, blüht aber in kühlen Sommern schlecht, was für deutsche Gärten wichtig ist.
Rot und Iris im selben Strauß
Schnittiris sind meist Holländische Schwertlilien in Blau, Gelb und Weiß. Wollen Sie Rot im Strauß, kombinieren Sie die Iris mit roten Tulpen oder Rosen. Eine blaue oder violette Iris neben roten Blüten ergibt einen kräftigen Kontrast, eine gelbe wirkt warm und sonnig. Im Garten pflanzen Sie weinrote Bart-Schwertlilien an einen sonnigen Platz mit durchlässigem Boden.
Haltbarkeit und Vorsicht
- Stiele wählen, bei denen die Knospe schon Farbe zeigt
- Stiele schräg anschneiden und das Wasser alle paar Tage wechseln
- Verwelkte Blüten vorsichtig entfernen, damit die nächste Knospe aufgehen kann
Schnittiris halten einige Tage bis etwa eine Woche. Denken Sie auch an die Giftigkeit: Der ASPCA führt Iris als giftig für Hunde, Katzen und Pferde auf, am stärksten wirkt das Rhizom.