Weiß durch Züchtung
In der Natur ist die Kornblume blau, weiße Exemplare tauchen nur gelegentlich auf. Die weißen Kornblumen in Saattüten und Gärtnereien sind ausgewählte Gartenformen. Eine bekannte gefüllte Sorte heißt ‚White Ball‘ mit dichten, leicht zerzausten Blütenkörbchen. Bei genauem Hinsehen zeigt die Mitte oft einen schwachen rosa oder grauen Hauch von den Staubgefäßen.
Weiße Kornblumen werden so hoch wie blaue und haben dieselben dünnen, graugrünen Stiele mit schmalen Blättern. Sie eignen sich darum als lockeres Füllmaterial zwischen größeren Blumen.
Wann Weiß die richtige Wahl ist
Weiß gilt traditionell als Farbe der Reinheit und der Trauer. Eine Handvoll weißer Kornblumen im Brautstrauß wirkt wild und ungezwungen, besonders mit Margeriten und Gräsern. In Trauergestecken sind sie eine sommerliche Ergänzung zu weißen Rosen oder Chrysanthemen und machen einen schweren Ausdruck leichter.
Wer Kontrast wünscht, stellt weiße und blaue Kornblumen zusammen in eine Vase; das Weiß lässt das Blau noch tiefer erscheinen.
Anbau
- Säen Sie ab April direkt ins Beet oder ziehen Sie etwas früher drinnen vor und pflanzen nach den Eisheiligen Mitte Mai aus.
- Halten Sie etwa 30 Zentimeter Abstand, damit die Pflanzen kräftig und luftig wachsen.
- Geben Sie Sonne und einen mageren, durchlässigen Boden statt kräftiger Düngung.
- Mit regelmäßigem Abschneiden von Verblühtem dauert die Blüte bis in den September.
Weiß zeigt braune Ränder schneller als Blau, wechseln Sie das Vasenwasser also oft.
Bienen und Haustiere
Die weiße Form liefert ebenso viel Nektar wie die blaue und wird von Bienen und Schwebfliegen besucht. Laut ASPCA ist die Kornblume für Katzen, Hunde und Pferde nicht giftig.