Eine Gattung mit vielen Gesichtern
Die Gattung Dianthus umfasst rund 300 Arten und gehört zu den Nelkengewächsen. Die meisten wachsen in Europa und Asien. Erkennen können Sie Nelken an den schmalen, graugrünen Blättern und den verdickten Knoten am Stängel. Der Blütenrand ist meist gezähnt oder gefranst, und viele Arten duften würzig.
Auch die Gewürznelke ist nach diesem Duft benannt, sie stammt aber von einem ganz anderen Baum.
Drei bekannte Vertreter
- Die Gartennelke (Dianthus caryophyllus) stammt vermutlich aus dem Mittelmeerraum und ist die klassische Schnittnelke.
- Die Bartnelke (Dianthus barbatus), auch Studentenblume genannt, trägt dichte Büschel kleiner Blüten.
- Die Heidenelke (Dianthus deltoides) wächst bei uns wild auf Magerrasen und sandigen Böden und blüht von Juni bis September. In Deutschland ist sie besonders geschützt, daher gehört sie nicht in den Strauß vom Wegesrand.
Nelken in der Vase
Die Gartennelke zählt zu den haltbarsten Schnittblumen und übersteht Transporte gut. Im Handel gibt es großblumige Nelken mit einer Blüte pro Stiel und Strauchnelken mit mehreren kleinen Blüten. Mit frischem Wasser und einem schrägen Schnitt knapp über einem Knoten halten sie oft zwei Wochen. Nelken reagieren empfindlich auf Ethylen, das reifes Obst abgibt.
Stellen Sie die Vase deshalb nicht neben die Obstschale.
Hinweis für Haustiere
Die ASPCA führt die Nelke als giftig für Hunde, Katzen und Pferde, die Beschwerden sind aber mild: leichte Magen-Darm-Probleme und gelegentlich Hautreizungen. Ein Strauß gehört trotzdem nicht in die Reichweite neugieriger Tiere. Bei Auffälligkeiten hilft die Tierarztpraxis.