Rot ist eine gezüchtete Farbe
Wildarten der Phalaenopsis blühen vor allem weiß, rosa, gelb oder gesprenkelt. Ein reines, einfarbiges Rot ist in der Gattung selten. Weil eine Orchidee aus Samen mehrere Jahre bis zur ersten Blüte braucht, dauert es lange, bis Züchter eine neue Farbe fest etabliert haben. Was als rote Orchidee verkauft wird, reicht deshalb von warmem Rot über Weinrot bis zu Purpur und Magenta.
Die Sorte 'Montreux' beschreibt ihr Züchter als echtes Rot, auch an der Lippe.
Gezüchtet oder gefärbt?
Manche Pflanzen werden mit Farbstoff behandelt, der in den Blütenstiel gespritzt wird, wie es bei den blauen Orchideen üblich ist. Typische Anzeichen sind blassere, jüngere Blüten an der Spitze und gelegentlich ein kleines Einstichloch am Stiel. Bei einer Rotfärbung aus der Züchtung kehrt die Farbe mit jeder neuen Blüte zurück.
Zum Verschenken
Rot steht traditionell für Liebe, die Orchidee für Raffinesse. Eine rote Topforchidee eignet sich daher für den 14. Februar oder einen Hochzeitstag und hält Monate statt Tage. In einem Brautstrauß setzen Floristen Rot meist sparsam ein, etwa als einzelne Rispe zwischen hellen Blüten.
Rot im Haus
Rote Blüten setzen vor hellen Wänden und Holzmöbeln einen kräftigen Akzent. Sehr dunkle Töne wirken im Winterhalbjahr gemütlich, passen aber auch zu moderner Einrichtung in Weiß und Grau. Stellen Sie die Pflanze so, dass die Blüten ohne Zugluft bleiben, denn Temperaturwechsel lassen Knospen abfallen.
Pflege kurz gefasst
- Hell stellen, aber ohne direkte Mittagssonne.
- Orchideensubstrat aus Rinde verwenden, keine gewöhnliche Blumenerde.
- Nur gießen, wenn die Wurzeln silbergrau erscheinen, und das Wasser danach ablaufen lassen.
- Wo Katzen leben: Die ASPCA nennt Phalaenopsis ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde.