Eine große Gattung mit heimischen Vertretern
Der Gattungsname Primula geht auf das lateinische Wort für „die Erste“ zurück, denn viele Arten blühen sehr früh im Jahr. In Mitteleuropa wachsen unter anderem die Echte Schlüsselblume (Primula veris), die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) und die Mehlprimel (Primula farinosa). Die Echte Schlüsselblume steht in Deutschland unter besonderem Schutz nach der Bundesartenschutzverordnung.
Lassen Sie wilde Exemplare deshalb stehen und pflanzen Sie Gartenformen.
Die Topfprimel im Handel
Die niedrigen, bunten Primeln, die im Winter und zeitigen Frühjahr verkauft werden, sind meist Gartenformen der Kissen-Primel (Primula vulgaris). Die wilde Art blüht hellgelb, die Zuchtformen dagegen in Weiß, Gelb, Rot, Braun, Rosa, Violett und Dunkelblau, oft mit gelbem Auge. Kreuzungen mit der Echten Schlüsselblume ergeben die höheren Primula-Polyantha-Hybriden mit mehreren Blüten an einem Stiel.
So blüht sie lange
- Stellen Sie sie hell, aber nicht in die pralle Sonne.
- Kühl ist besser: Im warmen Wohnzimmer ist die Blüte schnell vorbei, im kühlen Raum hält sie viel länger.
- Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber lassen Sie keine Nässe im Übertopf stehen.
- Verblühtes regelmäßig auszupfen, dann kommen neue Knospen.
Nach der Blüte kann die Pflanze im Frühjahr in ein halbschattiges Beet mit frischer, humoser Erde.
Haut und Haustiere
Die Becher-Primel (Primula obconica) trägt Drüsenhaare mit dem Stoff Primin, der bei empfindlichen Menschen eine Kontaktallergie auslösen kann. Die ASPCA führt Primula vulgaris als giftig für Hunde, Katzen und Pferde, mit leichtem Erbrechen als Symptom. Fragen Sie bei Beschwerden die Tierarztpraxis.