Amaryllis oder Ritterstern?
Was bei uns Amaryllis heißt, gehört zur Gattung Hippeastrum, auf Deutsch Ritterstern. Die Gattung wurde 1821 von der echten Amaryllis abgetrennt, die in Südafrika wächst und im Herbst blüht. Rittersterne stammen aus Südamerika, dort aus Gegenden mit ausgeprägter Trockenzeit. Die Sorten im Handel sind Kreuzungen, die unter anderem in den Niederlanden weitergezüchtet wurden; Wildarten gibt es rund achtzig bis hundert.
Zwiebelgröße und Blütenzahl
Je größer die Zwiebel, desto mehr Blütenstiele bildet sie. Große Zwiebeln treiben zwei bis drei Stiele mit je vier bis sechs Blüten, die bis zu zwanzig Zentimeter groß werden. Wählen Sie eine feste, schwere Zwiebel ohne weiche Stellen.
Blüte in der Adventszeit
Die Zwiebel wird von Oktober bis Januar in einen nur wenig größeren Topf gesetzt, so, dass etwa zwei Drittel der Zwiebel aus der Erde ragen. Nach sechs bis acht Wochen öffnen sich die Blüten.
- Anfangs warm und hell stellen, nur sparsam gießen, bis der Austrieb sichtbar ist.
- Den Topf regelmäßig drehen, damit der Stiel gerade wächst.
- Während der Blüte etwas kühler stellen, das verlängert sie.
Im nächsten Jahr wieder blühen
Nach der Blüte schneiden Sie den Stiel ab und lassen das Laub weiterwachsen. Im Sommer wird gedüngt, ab Spätsommer pausiert man mit dem Gießen. Nach einer trockenen Ruhezeit von etwa sechs bis acht Wochen treibt die Zwiebel erneut aus.
Vorsicht bei Haustieren und Kindern
Alle Teile enthalten Lycorin und verwandte Alkaloide, die Zwiebel besonders stark. Hunde und Katzen reagieren nach Angaben der ASPCA mit Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen und Speichelfluss. Bei Vergiftungsverdacht hilft die Tierarztpraxis, bei Kindern das Giftinformationszentrum, zum Beispiel der Giftnotruf Berlin unter 030 19240, oder der Notruf 112.