Rot ist eine Frage von Sorte und Boden
Bei Garten-Hortensien beeinflusst der Boden den Farbton. Aluminium, das in saurem Boden verfügbar ist, färbt die Blüten blau. In neutralem bis kalkhaltigem Boden bleibt die Pflanze rosa oder rot. Ein sattes Rot erreichen allerdings nur Sorten, die gezielt darauf gezüchtet wurden. Bei vielen rosa Sorten bleibt es im Garten bei einem kräftigen Pink.
Zum Vergleich: Wer eine kräftig rote Blüte sucht, aber blauen oder violetten Boden hat, kann die Pflanze auch im großen Kübel mit eigener Erde halten. So behalten Sie die Kontrolle über den pH-Wert. Ein Test mit Streifen aus dem Gartenfachhandel zeigt schnell, wie sauer der Boden tatsächlich ist.
Farberhalt im Garten
- Wählen Sie eine ausdrücklich rot blühende Sorte, nicht bloß eine rosa.
- Hat Ihr Boden einen niedrigen pH-Wert, zieht die Pflanze besser im Kübel mit kalkhaltiger Erde.
- In vielen Regionen Deutschlands ist das Leitungswasser hart; es hält den Boden eher neutral und unterstützt das Rot.
- Vermeiden Sie Dünger, der den Boden ansäuert oder Aluminium enthält.
Mit den Jahren kann der Ton nachgeben, weil sich der Boden verändert. Dann schwenken rote Blüten gern ins Violette.
Rot im Herbst
Viele rote Hortensien färben sich, wenn die Blüte vergeht, bronzefarben bis weinrot. Das macht den Strauch bis in den Spätherbst attraktiv und eignet sich für Trockenbouquets. Schneiden Sie die Köpfe erst im Frühjahr zurück, denn sie schützen die Knospen vor Frost.
Giftig für Tiere
Hortensien enthalten cyanogene Glykoside; nach Angaben der ASPCA sind sie für Hunde, Katzen und Pferde giftig. Meist bleibt es bei Erbrechen und Durchfall. Bei Beschwerden wenden Sie sich an die Tierarztpraxis.