Weiß im Wald, im Strauß und im Beet
Die bekannteste weiße Anemone Deutschlands ist das Buschwindröschen. Im März und April bildet es in Laubwäldern ganze Teppiche, bevor die Bäume Schatten werfen. Es wächst aus einem kriechenden Wurzelstock und ist in der freien Natur zu schonen.
Im Blumenladen finden Sie vor allem die weiße Kronen-Anemone, oft als Sorte 'The Bride'. Ihre mohnähnlichen Blüten haben eine dunkle Mitte, die im Kontrast zu den hellen Blütenblättern steht.
Herbstanemone 'Honorine Jobert'
In Gärten blüht die weiße Herbstanemone 'Honorine Jobert' im Spätsommer und Herbst. Sie wird deutlich höher als die Frühjahrsblüher und kommt mit Halbschatten zurecht. Wo sie sich wohl fühlt, bildet sie mit der Zeit größere Horste.
- Der Boden sollte humos und mäßig feucht sein.
- Im ersten Winter hilft eine leichte Laubdecke.
- Teilen lässt sich die Staude im Frühjahr.
Traditionelle Bedeutung
Weiß gilt bei Anemonen traditionell als Farbe der Zurückhaltung. Der Name leitet sich vom griechischen Wort für Wind ab, das Windröschen heißt deshalb so, weil es sich im leichtesten Luftzug bewegt. Zu Allerheiligen und für den Totensonntag im November sind Anemonen im Strauß weniger üblich als Chrysanthemen und Heidekraut.
Sicherheit
Wie alle Anemonen enthalten die weißen Formen Protoanemonin, einen Stoff, der Haut und Schleimhäute reizt. Beim Schneiden der Stiele können Menschen mit empfindlicher Haut Rötungen bekommen. Kinder sollten die Blüten nicht in den Mund nehmen. Für Haustiere gelten Anemonen als giftig; lassen Sie die Vase nicht an einer Stelle stehen, die Katzen erreichen.
Bei Vergiftungsverdacht beim Menschen hilft der regionale Giftnotruf, zum Beispiel in Berlin 030 19240.