Eine Gattung mit mehr als 2000 Arten
Begonien wachsen wild in feuchtwarmen Regionen der Tropen und Subtropen, die meisten Arten stammen aus Südamerika. Benannt hat die Gattung der französische Botaniker Charles Plumier nach Michel Bégon, einem Beamten in den französischen Antillen. Das Besondere sind die schiefen, asymmetrischen Blätter.
Als einzige Art ist Begonia grandis in Mitteleuropa winterhart, alle anderen Begonien vertragen keinen Frost.
Die wichtigsten Gruppen
- Eisbegonien (Semperflorens-Hybriden): niedrig, mit unzähligen kleinen Blüten, für Beet, Kasten und Schale
- Knollenbegonien: große, oft gefüllte Blüten und eine Knolle, die im Winter ruht
- Elatior-Begonien: blühende Topfpflanzen für das Fenster
- Rexbegonien: gezogen wegen ihrer gemusterten Blätter, die Blüten sind Nebensache
Jede Blüte ist entweder männlich oder weiblich, beide sitzen an derselben Pflanze. Die weiblichen erkennen Sie am dreieckigen, geflügelten Fruchtknoten unter der Blüte.
So gedeihen Begonien
Die meisten Begonien mögen Halbschatten, denn pralle Mittagssonne verbrennt die Blätter. Damit eignen sie sich für Nordbalkone und schattige Hofecken. Gießen Sie mäßig am Wurzelballen und nicht über die Blätter, damit kein Mehltau entsteht. Staunässe lässt die Knolle schnell faulen.
Gepflanzt wird in Deutschland erst nach den Eisheiligen Mitte Mai. Knollenbegonien nehmen Sie vor dem ersten Frost aus der Erde, lassen sie abtrocknen und lagern sie kühl und frostfrei in leicht feuchtem Sand.
Begonien und Haustiere
Der ASPCA stuft die Begonie als giftig für Hunde, Katzen und Pferde ein. Verantwortlich sind lösliche Kalziumoxalate, die vor allem in den unterirdischen Teilen sitzen. Bei Hund und Katze folgen Speicheln und Erbrechen, bei Weidetieren können große Mengen die Nieren schädigen. Bewahren Sie Knollen deshalb nicht offen auf.
Beim Verdacht auf eine Vergiftung hilft der Tierarzt.