Eine Gattung mit über tausend Arten
Der Name stammt aus dem Griechischen: rhódon heißt Rose, déndron Baum. Die Gattung gehört zu den Heidekrautgewächsen und umfasst über tausend Arten, die meisten im Himalaya und in Südostasien. Auch die Azaleen zählen botanisch zu den Rhododendren. In deutschen Gärten wachsen meist Hybriden, von denen viele immergrün sind.
Der Rhododendronpark in Bremen gehört zu den bekannten Anlagen des Landes.
Saurer Boden und flache Wurzeln
Die meisten Rhododendren brauchen sauren Boden mit einem pH-Wert von etwa 4,5 bis 5,5. Kalk vertragen sie nur in kleinen Mengen. Für kalkhaltige Gärten gibt es Sorten auf der Unterlage Inkarho, die auch pH-Werte bis etwa 7,5 tolerieren.
- Pflanzen Sie nicht tiefer, als der Ballen im Topf stand; die Wurzeln liegen flach.
- Der Boden soll feucht, aber gut durchlässig sein. Staunässe schadet.
- Halbschatten und Schutz vor kalter Wintersonne und Wind sind ideal.
Blüte und Frost
Die Blütezeit liegt je nach Sorte zwischen April und Juni. Knospen erfrieren manchmal bei Spätfrösten, deshalb lohnt in den Tagen um die Eisheiligen Mitte Mai ein Blick auf die Wettervorhersage. Immergrüne Sorten verdunsten im Winter Wasser; an frostfreien Tagen sollten Sie deshalb gießen.
Ein Problemfall: Rhododendron ponticum
Nicht jeder Rhododendron ist willkommen. Rhododendron ponticum wird oft als Unterlage für Veredelungen verwendet. In Irland und Großbritannien ist er ein invasiver Neophyt und verdrängt dort einheimische Pflanzen.
Giftig für Mensch und Tier
Blätter, Nektar und Pollen enthalten Grayanotoxine, die Herzrhythmusstörungen auslösen können. Auch Honig aus Rhododendronnektar kann Vergiftungen verursachen. Nach Angaben der ASPCA sind die Pflanzen für Hunde, Katzen und Pferde giftig. Bei Verdacht erreichen Sie den Giftnotruf Berlin unter 030 19240, in Notfällen die 112; bei Tieren die Tierarztpraxis.