Weiß als stille Herbstfarbe
Weiße Chrysanthemen gibt es in fast allen Blütenformen: als einfache Köpfe mit gelber Mitte, als dichte Kugeln oder als Sträußchen kleiner Blüten an einem Stiel. Reinweiß wirkt im grauen Novemberlicht besonders hell und lässt andere Herbstfarben leuchten, ohne mit ihnen zu konkurrieren.
Beim Einkauf auf dem Wochenmarkt oder im Gartencenter lohnt ein Blick auf die Knospen: Sind die äußeren Blütenblätter noch fest und die Mitte geschlossen, blüht der Strauß länger auf. Welke, bräunliche Ränder sind ein Zeichen dafür, dass die Blumen schon lange stehen.
Für Grab und Gedenken
Zu Allerheiligen und am Totensonntag, dem letzten Sonntag vor dem ersten Advent, liegen auf deutschen Friedhöfen besonders viele weiße Chrysanthemen. Die Pflanzen halten Kälte aus und blühen wochenlang, daher eignen sie sich für Gestecke und Schalen. Als Geschenk zur Freude sind sie dagegen weniger üblich; wer sicher gehen will, mischt sie mit Zweigen, Gräsern oder Zierkürbissen.
Kombinieren und pflegen
- Mit Eukalyptus oder Schleierkraut ergibt Weiß einen lockeren Strauß.
- Dunkle Beeren und rote Blätter setzen einen Kontrast.
- Die Stiele alle paar Tage frisch anschneiden und das Wasser erneuern.
- Verblühte Köpfe zeitig herausnehmen, damit der Rest frisch bleibt.
Topfpflanzen aus dem Handel sind meist für eine Saison gezüchtet. Gartenchrysanthemen für das Beet sind je nach Sorte unterschiedlich winterhart; im Zweifel hilft ein Schutz aus Laub oder Reisig.
Tiere und Haut
Chrysanthemen enthalten Pyrethrine. Laut ASPCA ist die Chrysantheme für Hunde, Katzen und Pferde giftig. Rechnen Sie bei Fraß mit Erbrechen, Durchfall und Speichelfluss und rufen Sie die Tierarztpraxis an. Der Pflanzensaft kann bei empfindlichen Menschen die Haut reizen, so wie bei vielen Korbblütlern.