Weiß ist gezüchtet
Die wilde Hyazinthe blüht violett, jede weiße Sorte ist also das Werk von Züchtern. Zu den bekanntesten gehört die alte Sorte 'L'Innocence', die von der britischen Royal Horticultural Society mit dem Award of Garden Merit ausgezeichnet wurde. Cremeweiße bis zartgelbe Sorten wie 'City of Haarlem' ergänzen das Angebot.
Auch bei Weiß ist der Duft deutlich wahrnehmbar, allerdings riecht nicht jede Sorte so kräftig wie die blauen.
Stille Dekoration zu Advent und Ostern
Weiße Hyazinthen passen zu Tannengrün, Zapfen und Kerzenlicht. Drei oder fünf Zwiebeln in einer flachen Schale wirken ruhiger als ein bunter Mix. Im Frühjahr ist Weiß eine häufige Wahl für die Ostertafel und für Feste wie Erstkommunion oder Konfirmation, die oft in den April und Mai fallen. Zusammen mit blauen oder violetten Hyazinthen entsteht ein frischer Kontrast.
So bleibt die Blüte lange schön
Eine Hyazinthe blüht meist nur rund eine Woche bis zehn Tage. Trockene Heizungsluft verkürzt das spürbar. Stellen Sie sie deshalb hell und kühl, möglichst nicht direkt über den Heizkörper, und halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass. Weiße Blüten zeigen Druckstellen und braune Ränder besonders schnell, verwelkte Einzelblüten dürfen Sie vorsichtig abzupfen.
Im warmen, dunklen Raum kippt die schwere Traube leicht um. Ein dünner Stab als Stütze hilft.
Zwiebeln nicht verwechseln
Hyazinthenzwiebeln sind giftig und sehen Speisezwiebeln ähnlich. Bewahren Sie sie getrennt auf und außer Reichweite von Kindern und Haustieren. Wer die Zwiebeln anfasst, sollte Handschuhe tragen, weil die Haut jucken kann. Nach dem Verblühen kann die Zwiebel in den Garten wandern; bei getriebenen Zwiebeln fällt die Blüte im nächsten Jahr allerdings oft schwächer aus.