Hängende Glocken aus den Anden
Die Gattung Fuchsia umfasst rund hundert Arten, die meisten wachsen in Südamerika, wo sie wohl in den Anden ihren Ursprung haben. Einzelne Arten kommen in Mittelamerika, Neuseeland und auf Tahiti vor. Benannt ist die Pflanze nach dem deutschen Botaniker und Arzt Leonhart Fuchs. Die Blüte besteht aus einer Röhre, vier spitzen Kelchblättern und einer kleinen Glocke aus Kronblättern darunter.
In der Heimat bestäuben Kolibris die Blüten.
Dem deutschen Gartenfreund begegnen vor allem diese Formen:
- Gartenfuchsien sind die vielen Kreuzungen, die als Balkon- und Kübelpflanzen verkauft werden.
- Die Fuchsia magellanica ist so robust, dass sie mit Schutz im Freien überdauern kann.
- Die Klasenfuchsie (Fuchsia triphylla) trägt lange, röhrenförmige Blüten in Trauben.
Gut durch den Sommer
Die Fuchsie ist keine Schnittblume, sondern eine Topfpflanze, die von Frühsommer bis zu den ersten Frösten blüht. Die meisten Sorten gedeihen am besten im Halbschatten oder mit Morgensonne, Klasenfuchsien dagegen wollen volle Sonne. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, nie knochentrocken und nie nass, und düngen Sie in der Wachstumszeit etwa einmal pro Woche.
Eine Ampel trocknet an warmen Tagen schnell aus.
Der deutsche Winter
Die meisten Fuchsien vertragen keinen Frost. Holen Sie sie vor der ersten Frostnacht herein, stellen Sie sie hell bis halbdunkel und kühl, aber frostfrei, und gießen Sie nur sparsam. Im Frühjahr kommen sie wieder an einen helleren Platz, damit sie neu austreiben; ins Freie dürfen sie nach den Eisheiligen.
Stecklinge gelingen im Sommer leicht.
Giftig oder nicht?
Die ASPCA führt die Fuchsie in ihrer Liste für Katzen als ungiftige Pflanze. Nach der Blüte entstehen kleine dunkelrote bis violette Beeren, die essbar sind, auch wenn sie bei den meisten Sorten recht mild schmecken.