Nah an der Wildform
Die Nelke im Strauß ist die Gartennelke, Dianthus caryophyllus. Sie stammt aus dem Mittelmeerraum und wird seit etwa 2000 Jahren kultiviert, so lange, dass ihr natürliches Verbreitungsgebiet unklar ist. Die Wildform blüht hellrosa bis lila, rosa Töne sind deshalb besonders nah am Original. Züchter haben daraus eine große Palette gemacht: Puderrosa, Lachs, Altrosa, Fuchsia und zweifarbige Blüten mit dunklerem Rand.
Die heimische Verwandte
Auch bei uns wächst eine wilde Nelke: die Heidenelke. Ihre rosa bis purpurnen Blüten mit weißen Punkten erscheinen von Juni bis September auf sandigen, nährstoffarmen Böden. Sie wird nur 10 bis 40 Zentimeter hoch, ist als Schnittblume ungeeignet und in Deutschland besonders geschützt. Sie war Blume des Jahres 2012.
Strauch- oder großblumig
Im Strauß begegnen Ihnen zwei Typen. Die großblumige Nelke trägt eine volle Blüte pro Stiel. Die Strauchnelke hat mehrere kleinere Blüten und Knospen an einem Stiel, die nacheinander aufgehen. Rosa Strauchnelken passen in runde Sträuße und kleine Vasen, ein Bund großblumiger Nelken wirkt dagegen straff und elegant.
Zum Muttertag und darüber hinaus
Rosa Nelken sind ein freundlicher Gruß zum Muttertag am zweiten Sonntag im Mai. Einer christlichen Legende nach sollen Nelken dort entstanden sein, wo Tränen Marias zu Boden fielen. Für Haustiere gilt: Die ASPCA führt die Nelke als giftig für Hunde, Katzen und Pferde, mit milden Folgen.
Vor dem Binden entfernen Sie die untersten Blätter, damit kein Laub im Wasser fault. Rosa Nelken lassen sich gut mit Rosen, Eukalyptus oder Schleierkraut kombinieren und wirken auch in kleinen Vasen.