Rhizom oder Zwiebel?
Zur Gattung Iris gehören je nach Auffassung 200 bis 285 Arten der Nordhalbkugel. Der Name stammt von der griechischen Göttin des Regenbogens, passend zur Farbenvielfalt, die fast alle Töne außer einem reinen Rot umfasst. Im Garten unterscheiden Sie die Gruppen am einfachsten daran, was unter der Erde sitzt:
- Bart-Schwertlilien wachsen aus einem kriechenden Rhizom und tragen auf den hängenden Blättern einen weichen Haarstreifen. Sie brauchen volle Sonne, und das Rhizom soll oben auf der Erde liegen. Wird es zu tief gepflanzt, kommt viel Laub und wenig Blüte.
- Bartlose Arten wie die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) haben schmale Blätter und mögen es feuchter.
- Zwiebel-Iris überdauern trockene Sommer als Zwiebel.
Die Iris aus dem Blumenstrauß ist meist die Holländische Schwertlilie, eine Zuchtform, die ab 1891 aus Arten Spaniens und Nordafrikas hervorging. Weil sich die Zwiebeln im Gewächshaus treiben lassen, ist sie das ganze Jahr über als Schnittblume erhältlich.
Aufbau der Blüte und eine heimische Art
Jede Blüte hat drei aufrechte und drei nach außen hängende Blütenblätter. An Teichen, Gräben und Bächen wächst in Deutschland die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) mit gelben Blüten von Ende Mai bis Juni. Sie ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt, deshalb darf sie in der Natur nicht gepflückt oder ausgegraben werden.
In der Vase
Kaufen Sie Schnittiris, wenn die Knospe schon Farbe zeigt. Die einzelne Blüte hält nur wenige Tage, aber am selben Stiel öffnet sich oft eine weitere Knospe.
Hinweis zur Giftigkeit
Der ASPCA führt Iris als giftig für Hunde, Katzen und Pferde auf. Die Wirkstoffe sitzen vor allem im Rhizom und können Speicheln, Erbrechen, Durchfall und Mattigkeit verursachen. Bei Menschen und Tieren gilt die Pflanze ebenfalls als giftig, im Zweifel hilft das Giftinformationszentrum oder der Notruf 112.