Zweijährig, aber zuverlässig
Die Gewöhnliche Stockrose (Alcea rosea) gehört zu den Malvengewächsen. Sie wird ein bis zwei Meter hoch, einzelne Pflanzen erreichen drei Meter. Botanisch ist sie zweijährig bis kurzlebig mehrjährig: Im ersten Jahr bildet sie nur eine Rosette aus großen, handförmig gelappten Blättern, erst im zweiten Jahr schiebt sie den Blütenstand.
Weil sie sich bereitwillig aussät, steht sie oft viele Jahre am selben Platz.
Standort und Halt
- Die Pflanze liebt Sonne und nährstoffreichen, durchlässigen Boden.
- Ideal ist eine warme, windgeschützte Hauswand oder ein Zaun, der zugleich als Stütze dient.
- Auf windigen Plätzen jeden Stängel an einem kräftigen Stab festbinden.
- Die Blüten öffnen sich von unten nach oben, in der Regel von Juli bis in den September.
Seit dem 15. Jahrhundert ist die Art in Europa als Zierpflanze bekannt und gehört bis heutzutage zu den typischen Pflanzen des Bauerngartens. Als Schnittblume taugt sie wenig.
Stockrosenrost
Die häufigste Krankheit ist der Stockrosenrost, ein Pilz (Puccinia malvacearum), der alle Malvengewächse befällt. Typisch sind gelbliche bis orange Flecken auf den Blattoberseiten und braunrote Sporenlager darunter. Befallene Blätter sollten Sie sofort entfernen, die Pflanzen nicht zu dicht setzen und im Herbst alles Kranke abräumen.
Nach einigen Jahren lohnt es sich, junge Pflanzen aus Samen nachzuziehen.
Tiere und Hände
Die ASPCA führt die Stockrose unter den für Hunde, Katzen und Pferde ungiftigen Pflanzen. Blätter und Stängel sind allerdings rau und behaart, Handschuhe sind beim Aufbinden angenehm.