Was roter Flieder wirklich ist
Der wilde Flieder vom Balkan blüht hell violett, seltener weiß. Die Gartensorten reichen von Weiß und Creme über Rosa bis zu dunklem Purpur und Weinrot, aber ein reines Rot wie bei Tulpe oder Rose gibt es nicht. Wer roten Flieder sucht, erhält also einen tiefen Purpurrot- oder Weinrotton.
Zwei Sorten kommen dem am nächsten:
- 'Charles Joly' mit dichten Rispen aus duftenden, gefüllten Blüten in tiefem rötlichem Purpur.
- 'Andenken an Ludwig Späth' mit einfachen, dunkelpurpurnen und duftenden Blüten.
Beide haben von der britischen Royal Horticultural Society den Award of Garden Merit erhalten.
Im Garten
'Charles Joly' wird zweieinhalb bis vier Meter hoch und ist nach zehn bis zwanzig Jahren ausgewachsen. Flieder braucht einen sonnigen Platz und durchlässigen Boden, der nicht sauer ist. Viele Sträucher bilden Wurzelausläufer und können sich mit der Zeit zu einem kleinen Gebüsch ausbreiten. Ist Ihr Flieder veredelt, entfernen Sie die Triebe der Unterlage, denn sie blühen nicht in der dunklen Sortenfarbe und können im schlimmsten Fall überhandnehmen.
Zweige in der Vase
Fliederzweige welken schnell, wenn sie nicht sofort ins Wasser kommen. So halten sie meist am längsten:
- Morgens schneiden, wenn die Pflanze noch kühl ist.
- Die meisten Blätter entfernen, damit weniger Wasser verdunstet.
- Das Ende der Zweige frisch anschneiden und in kaltes Wasser stellen.
- Die Vase kühl und ohne Heizung in der Nähe aufstellen.
Ein tiefer Purpurton passt zu Weiß und Grün und wirkt festlich zu einer Feier im Mai. Katzenbesitzer können aufatmen: Die ASPCA nennt den Gewöhnlichen Flieder nicht als Giftpflanze.