Was ist eine rote Lobelie?
Die übliche Sommerlobelie, Lobelia erinus, gibt es nicht in echtem Feuerrot. Gezüchtet werden Weiß, Rosa, Blau, Lila und Magenta, und die Magentatöne werden im Handel oft als Rot bezeichnet. Ein Beispiel ist 'Rosamunde', die die North Carolina State University als karminrot mit weißem Auge beschreibt.
Eine rote Sommerlobelie liegt also irgendwo zwischen Weinrot und kräftigem Rosa.
Suchen Sie ein klares Rot, brauchen Sie eine andere Art. Die Kardinals-Lobelie (Lobelia cardinalis) stammt aus Nordamerika, vom Südosten Kanadas bis Mexiko. Sie wächst mehrjährig, wird bis etwa 1,2 Meter hoch und trägt im Spätsommer aufrechte Blütentrauben. In ihrer Heimat bestäuben sie vor allem Kolibris.
Zwei sehr verschiedene Pflanzen
- Lobelia erinus ist niedrig und passt in Ampeln, Kästen und Beeteinfassungen.
- Lobelia cardinalis ist eine kräftige Staude für feuchten Boden. In der Natur steht sie an Flussufern und Sümpfen, im Garten gehört sie an den Rand eines Teichs.
- Die Sorte 'Queen Victoria' mit dunklem Laub hat von der Royal Horticultural Society den Award of Garden Merit erhalten.
- In deutschen Gärten braucht die Kardinals-Lobelie im Winter meist einen Schutz aus Laub oder Reisig.
Sicher mit Pflanzen umgehen
Beide Arten enthalten Alkaloide, darunter Lobelin. Die ASPCA nennt Lobelia cardinalis giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Bei Kindern, die von der Pflanze gegessen haben, hilft der regionale Giftnotruf, in Berlin 030 19240. Bei Tieren rufen Sie die Tierarztpraxis an.