Gibt es roten Jasmin?
Echte Jasmine blühen überwiegend weiß oder gelb. Rote oder tiefrosa Blüten gibt es nur bei wenigen Arten und Kreuzungen; im Handel sind sie kaum zu finden. Wenn ein Verkaufsschild roten Jasmin verspricht, handelt es sich häufig um eine ganz andere Pflanze, die lediglich nach Jasmin duftet oder so genannt wird.
Was stattdessen angeboten wird
- Zimmerjasmin mit rosa Knospen: Die Knospen sind rosa bis rötlich, die geöffneten Blüten weiß.
- Rotblühende Kletterpflanzen wie die Trompetenblume, die mit Jasmin nicht verwandt sind.
- Frangipani (Plumeria), die in manchen Ländern ebenfalls Jasmin genannt wird, aber zu den Hundsgiftgewächsen zählt und giftig ist.
Der Name verwirrt zusätzlich, weil auch Stephanotis, Sternjasmin und Pfeifenstrauch als Jasmin verkauft werden.
Woran Sie echten Jasmin erkennen
Echte Jasmine haben gefiederte oder dreiteilige Blätter und trompetenförmige Blüten mit fünf bis neun Zipfeln. Die Knospen des Zimmerjasmins zeigen das Rot am deutlichsten, kurz bevor sie aufspringen. Wer diesen Effekt sehen möchte, wählt eine Pflanze mit vielen geschlossenen Knospen.
Pflege und Tiere
Der Zimmerjasmin braucht im Herbst eine kühle Phase von zehn bis fünfzehn Grad, damit er Knospen ansetzt. Er blüht dann im Winter. Echte Jasmine gelten laut ASPCA als ungiftig für Hunde und Katzen; bei Frangipani und anderen Verwandten der Namensgebung gilt das nicht. Fragen Sie beim Kauf nach dem botanischen Namen und prüfen Sie ihn im Zweifel vor dem Einsetzen im Haushalt mit Tieren.
Bei Verdacht auf eine Vergiftung hilft die Tierarztpraxis, bei Menschen das regionale Giftinformationszentrum, zum Beispiel der Giftnotruf Berlin unter 030 19240.