Strauchmargerite oder Wiesenmargerite?
Wer im Gartencenter nach Margeriten fragt, bekommt meist die Strauchmargerite. Sie stammt von den Kanarischen Inseln und wächst dort an sonnigen, felsigen Küstenhängen bis etwa 700 Meter Höhe. Die heimische Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare) blüht dagegen auf Wiesen und ist winterhart. Beide gehören zu den Korbblütlern und sehen sich ähnlich, sind aber verschiedene Gattungen.
Wuchs und Blüte
Die Strauchmargerite wird 30 bis 80 Zentimeter hoch und verholzt am Fuß. Das blaugrüne, tief eingeschnittene Laub ist fleischig. An jedem Trieb sitzen mehrere Blütenköpfe mit weißen Zungenblüten um eine gelbe Mitte. Gekreuzte Sorten gibt es auch in Rosa, Gelb und Rot, einfach oder gefüllt.
Pflege auf Balkon und Terrasse
- Volle Sonne und Windschutz.
- Ein Topf mit Abzugsloch und durchlässige, humose Erde; Staunässe lässt die Wurzeln faulen.
- Gießen, sobald die oberste Erdschicht trocken ist.
- Verblühtes regelmäßig entfernen, dann blüht sie weiter.
Im Frühjahr schützt ein Rückschnitt vor kahlen Trieben. Stecklinge aus dem Spätsommer wurzeln leicht und ergeben im nächsten Jahr neue Pflanzen.
Überwintern
Die Strauchmargerite verträgt kühle Temperaturen, aber keinen Frost. Draußen stellen Sie sie erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freie. Im Herbst holen Sie sie vor dem ersten Frost an einen hellen, kühlen Platz bei etwa fünf bis zehn Grad und gießen nur wenig.
Haustiere
Die ASPCA führt die Strauchmargerite nicht einzeln auf, nennt aber Chrysanthemen und Margeriten als giftig für Hunde und Katzen; mögliche Folgen sind Erbrechen, Durchfall, Speichelfluss und Hautreizungen. Stellen Sie den Topf deshalb außerhalb der Reichweite von Tieren auf.