Eine Wolke aus kleinen Blüten
Das Schleierkraut aus dem Blumenladen ist Gypsophila paniculata, das Rispige Gipskraut aus der Familie der Nelkengewächse. Die Art stammt aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa bis nach Westsibirien und wächst auf sandigen Steppen und kalkhaltigem Boden; der Gattungsname spielt auf die Vorliebe für Gips und Kalk an.
Die Staude wird laut Floren 50 bis 90 Zentimeter hoch, in Kultur auch höher. Ihre Pfahlwurzel reicht bis zu zweieinhalb Meter tief, weshalb sich ältere Pflanzen kaum verpflanzen lassen. Früher nutzte man die saponinreichen Wurzeln als Seifenwurzel.
Die stark verzweigten Stiele tragen Wolken winziger Blüten. Floristen setzen Schleierkraut deshalb als Füllung zwischen größeren Blumen und am Rand eines Straußes ein. Geschnittenes Schleierkraut wird in großem Stil angebaut, und in Peru macht es einen wichtigen Teil der Blumenexporte aus.
Allein oder im Strauß
Ein großer Strauß aus reinem Schleierkraut ist schön zur Hochzeit, zur Geburt oder als leichter Dank. Mit Rosen bildet es ein klassisches Paar, passt aber auch zu Nelken, Tulpen und Pfingstrosen. Neben dem weißen gibt es rosa Sorten.
Haltbarkeit und Trocknen
- Schneiden Sie die Stiele schräg an und stellen Sie sie in frisches, sauberes Wasser. In der Vase hält Schleierkraut ein bis zwei Wochen.
- Wechseln Sie das Wasser oft. Der Duft wird mit saurer Milch verglichen und stärker, wenn das Wasser lange steht.
- Zum Trocknen hängen Sie ein kleines Bund kopfüber an einen trockenen, dunklen Ort. Nach einigen Tagen ist es trocken und hält lange, etwa in einem Adventsgesteck.
Tiere und Haut
Die ASPCA führt das nah verwandte Gypsophila elegans als ungiftig, nennt aber leichte Magen-Darm-Beschwerden mit Erbrechen und Durchfall, falls Tiere davon fressen. Bei Menschen kann die Pflanze Kontaktekzeme auslösen. Wer viel Schleierkraut bindet und empfindliche Haut hat, trägt am besten Handschuhe.