Cremeweiß und stark duftend
Weiße bis elfenbeinfarbene Blüten zeigt zum Beispiel das Echte Geißblatt (Lonicera caprifolium). Die Blüten stehen in Quirlen am Triebende, öffnen sich weiß und färben sich später gelblich. Auch das Japanische Geißblatt (Lonicera japonica) blüht weiß und wird nach dem Aufblühen gelb; es behält in milden Regionen einen Teil seines Laubs über den Winter.
Beim Kauf im Gartencenter sollten Sie auf kräftige, verzweigte Triebe achten, nicht auf bereits voll blühende Pflanzen. Gepflanzt wird im Frühjahr oder Herbst; die erste Blüte kommt oft erst im zweiten Jahr. Wer einen Sitzplatz am Haus hat, plant das Geißblatt auf der windabgewandten Seite, damit der Duft nicht fortgeweht wird.
Warum es am Abend duftet
Helle Blüten sind in der Dämmerung gut zu sehen. Das ist ein Hinweis auf die Bestäuber: Nachtfalter, die der Duft anlockt. Wer eine Terrasse oder einen Sitzplatz besitzt, kann das Geißblatt dort an einer Kletterhilfe führen und so am Sommerabend den Duft genießen. Die Pflanze ist deutlich mehr eine Gartenpflanze als ein Strauß, in der Vase sind die Blüten kaum haltbar.
Pflanzung und Schnitt
- Nährstoffreiche, feuchtigkeitshaltende Erde und einen Platz, an dem der Wurzelbereich kühl bleibt, wählen.
- Triebe an einem Gitter oder Draht leiten; sie winden sich selbst.
- Nach der Blüte auslichten und abgestorbene Triebe herausschneiden.
- Mulch im Wurzelbereich hält die Feuchtigkeit.
Giftigkeit
Beeren sind für Kinder reizend und schwach giftig. Mit dem Giftinformationszentrum (Giftnotruf Berlin 030 19240) lassen sich Fragen klären, bei Atemnot oder Bewusstseinsstörung gilt 112. Für Haustiere gilt: Beeren fernhalten und bei Auffälligkeiten den Tierarzt aufsuchen.