Weiß gehört zur Art
Die Kissen-Primel (Primula vulgaris) blüht von Natur aus meist hellgelb, doch weiße und rosa Formen tauchen immer wieder auf. Auf den Balearen wächst sogar eine Unterart, subsp. balearica, die stets weiß blüht. Die weiße Topfprimel im Handel ist also eine ausgewählte Gartenform einer Farbe, die die Art selbst schon kennt.
Oft haben die weißen Blüten ein gelbes Auge, das ihnen einen frischen Ausdruck gibt.
Bekannte weiße Primeln
- Weiße Topfprimeln: Zuchtformen der Kissen-Primel, niedrig und kompakt, vom Winter bis zum Frühjahr erhältlich.
- ‚Postford White‘: eine weiße Sorte der Japanischen Etagenprimel (Primula japonica) mit dem Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society. Sie wird etwa 45 Zentimeter hoch und breit und verlangt Schatten und feuchten, gern nassen Boden, etwa am Teich- oder Bachrand.
- Die Kugelprimel (Primula denticulata) blüht meist violett, es gibt sie aber auch weiß, mit kugelrunden Blütenköpfen.
Wann Weiß gut aussieht
Eine weiße Primel passt auf den Ostertisch, auf die Fensterbank oder als kleines Mitbringsel, wenn kräftige Farben zu viel sind. Weiß und Gelb in einer Schale sehen sofort nach Frühling aus; neben Blau oder Violett entsteht ein klarer Kontrast. In einer schattigen Ecke leuchtet Weiß vor dunkler Erde besser als jede dunkle Farbe.
Pflege
Drinnen blüht eine weiße Topfprimel an einem kühlen, hellen Platz ohne pralle Sonne am längsten. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht. Nach der Blüte darf sie im Frühjahr in nährstoffreiche, feuchte Erde im Halbschatten. Wie andere Primeln gilt Primula vulgaris laut ASPCA als giftig für Katzen, Hunde und Pferde, meist mit leichtem Erbrechen.
Bei empfindlicher Haut helfen Handschuhe, vor allem bei der Becher-Primel mit ihrem Primin.